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31.01.2016 05:00:53
Rhoda Baer (Photographer) / wikipedia

NEIN sagen Österreicher zum Impfen

Flächendeckender Impfschutz noch weit entfernt

Weniger als zehn Prozent der Österreicher sind gegen Influenza, also die Virengrippe geimpft. Dabei müssten gerade bei diesen Krankheiten die Durchimpfungsraten besonders hoch sein. Von einem flächendeckenden Impfschutz ist man noch weit entfernt. Univ.-Prof. Ursula Wiedermann-Schmidt von der MedUni Wien:

 

"Jede Erkrankung hat einen bestimmten Grenzwert, der erreicht werden muss, damit ich einen Herdenschutz erreiche. Bei Masern ist der zum Beispiel sehr hoch, da müssten 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sein, um das Einschleppen von Erkrankungen, Ausbrüche und Epidemien zu verhindern. Wir wissen, dass wir das in Österreich nicht erreicht haben. Gerade bei der jugendlichen und erwachsenen Bevölkerung sind wirklich Impflücken zu verzeichnen".

 

Influenza ist in Österreich das schlechtestes Beispiel. Hier ist die Durchimpfungsrate bei unter zehn Prozent, da ist überhaupt nicht die Rede von einem Herdenschutz, geschweige denn, dass die Leute individuell geschützt sind.(pv/pv)