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16.06.2016 19:47:08
pixabay.com

Orlando in Trauer

Schießerei in LGBT-Klub kostet 50 Menschen das Leben

In letzter Zeit fühlt es sich so an, als ob keine Woche vergeht, in der man nicht mindestens von einer Blutbad in den Medien hört. Eine solche hat sich auch in der Nacht zum 12. Juni 2016 zugetragen. Die schockierende Tat ist jedoch gezielt gegen unsere LGBT-Community durchgeführt worden.

 

Ein US-Amerikaner mit Verbindungen zum IS war der Täter. Um 2 Uhr morgens stürmt er den LGBT-Nachtklub „Pulse“ in Orlando mit einer halbautomatischen Waffe und feuert willkürlich auf die Besucher. Der Täter ist laut Angaben von Besuchern und Angestellten des Klubs ein regelmäßiger Besucher gewesen und soll auch beim Küssen anderer Männer gesehen worden sein. Das Attentat geht bis in die frühen Morgenstunden – Der Attentäter liefert sich mit der Polizei und einem Sondereinsatzkommando einen scheinbar endlosen Kampf und wird letzten Endes durch eine Kugel getötet. Dieser Anschlag kostet 50 Menschen das Leben und hinterlässt mindestens genauso viele Verletzte.

 

Wer in diesem Attentat bloß einen weiteren Anschlag gegen die Gesellschaft sieht, der sieht nicht genau hin. Obwohl die hart erkämpfte Rechtslage für die LGBT-Community sich in den letzten Jahren gebessert hat, sind Homosexuelle keineswegs gleichgestellt mit Heterosexuellen. Alleine die Tatsache, dass sich LGBT in manchen Gegenden nur in explizit-gekennzeichneten Regenbogen-Lokalen sicher fühlen, macht es für Homophobe ein Leichtes, hier einen Schaden zuzufügen.

 

Durch die vielen Hass-Postings im Internet wird diese Tatsache auch noch kräftig gestützt. So lange sich die Rechtslage für LGBT nicht ändert und uns die gleichen Rechte zustehen wie heterosexuellen Menschen, wird hier immer ein Gefühl der Inakzeptanz herrschen und Tragödien wie Orlando kein Einzelfall bleiben.

 

Der Attentäter von Orlando

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